Entlang der Havel liegen im Elb-Havel-Winkel mehrere kleine Orte, die sich für eine kurze Tour gut miteinander verbinden lassen. Zwei davon, Klietz und Schollene, hängen dabei sogar persönlich zusammen: Beide sind mit demselben Gastwirt verbunden, der in Klietz einen Landgasthof und in Schollene eine Brauerei betreibt.
Klietz selbst profitierte zudem von einem eigenen LEADER-geförderten Infrastrukturprojekt, einem Gesundheitszentrum, das bis heute Teil der dörflichen Versorgung ist. Beide Orte zusammen ergeben damit ein kompaktes Ausflugsziel entlang der Havel, mit konkreten, real existierenden Anlaufpunkten statt vager landschaftlicher Beschreibungen.
Dieser Beitrag stellt beide Orte vor und beschreibt, was eine Tour zwischen ihnen ausmacht.
Beide Orte liegen so nah beieinander, dass sich ein Ausflug zwischen ihnen problemlos an einem einzigen Nachmittag unterbringen lässt, ohne dass dafür eine aufwendige Reiseplanung nötig wäre. Gerade diese Kompaktheit macht die Strecke auch für Tagesgäste interessant, die nur wenig Zeit in der Region verbringen. Beide Dörfer liegen zudem nahe genug an der Havel, dass sich die Strecke problemlos zu Fuß, mit dem Fahrrad oder, für einen Teilabschnitt, sogar vom Wasser aus erleben lässt. Für Tagesgäste, die ihre Zeit in der Region knapp bemessen haben, ist das ein klarer Vorteil gegenüber Zielen, die weiter auseinanderliegen und eine längere Anfahrt erfordern. Beide Orte lassen sich dadurch auch spontan miteinander verbinden, ohne dass eine Tour im Vorfeld minutiös durchgeplant werden müsste, ein Vorteil gerade für Besucher, die ihre Reise insgesamt eher flexibel gestalten möchten, statt sich an einen festen, im Voraus gebuchten Tagesablauf zu halten.
Klietz: Dorf mit modernem Gesundheitszentrum
Klietz liegt im Elb-Havel-Winkel nahe der Havel und zählt zu den Orten, die im Rahmen der LEADER-Förderung in den 2000er-Jahren ein eigenes Infrastrukturprojekt erhielten: ein Gesundheitszentrum, das, wie die Übersicht der abgeschlossenen LEADER-Projekte auf dieser Dokumentationsseite festhält, zu den realisierten Vorhaben der damaligen Förderperiode zählt.
Für ein eher kleines Dorf ist ein solches Zentrum keine Selbstverständlichkeit, gerade in dünn besiedelten ländlichen Regionen wie dem Elb-Havel-Winkel, wo die medizinische Grundversorgung oft über größere Distanzen organisiert werden muss. Das Projekt in Klietz steht damit beispielhaft für den Teil der LEADER-Förderung, der sich nicht an Touristen, sondern direkt an die Bewohner der Region richtete.
Für Besucher ist dieses Projekt zwar kein touristisches Ziel im eigentlichen Sinne, es gehört aber zu den Beispielen, die zeigen, dass die damalige Förderung nicht nur Brücken, Brauereien und Beschilderungen betraf, sondern ebenso die alltägliche Infrastruktur eines Dorfes, ohne die ein Ort wie Klietz auf Dauer schwerer lebensfähig wäre.
Klietz profitierte zudem bereits in einer früheren Förderperiode von einem Ausbau des örtlichen Schullandheims, einem weiteren Beispiel dafür, dass die Förderung über mehrere Jahrzehnte hinweg immer wieder in dasselbe Dorf floss, statt sich auf ein einziges, einmaliges Projekt pro Ort zu beschränken.
Landgasthof Seeblick: Die zweite Station von Maik Kleinod
In Klietz betreibt Gastwirt Maik Kleinod seinen Landgasthof „Seeblick“, bevor er mit der Erlebnisbrauerei in Schollene ein zweites, thematisch eigenständiges Projekt aufbaute. Diese Verbindung zwischen beiden Orten ist keine touristische Erfindung, sondern ergibt sich unmittelbar aus der realen unternehmerischen Geschichte eines einzelnen Betreibers, der in zwei benachbarten Dörfern der Region aktiv ist.
Für Besucher bedeutet das: Wer den Landgasthof in Klietz kennt oder dort übernachtet, findet mit der Erlebnisbrauerei in Schollene ein naheliegendes zweites Ziel desselben Betreibers, nur wenige Kilometer entfernt entlang der Havel.
Diese Art der unternehmerischen Verflechtung zwischen Nachbarorten ist in dünn besiedelten ländlichen Regionen keine Seltenheit: Ein einzelner Betreiber kann mit begrenzten Mitteln mehr erreichen, wenn er zwei Standorte sinnvoll ergänzt, statt an einem einzigen Ort alles auf einmal anzubieten. Für Gäste ergibt sich daraus ein zusammenhängendes, wiedererkennbares Angebot über zwei Dörfer hinweg, ohne dass dafür ein großer, zentral organisierter Betrieb nötig gewesen wäre.
Schollene: Brücke und Brauerei als Tagesziel
Schollene selbst bietet neben der Brauerei auch die mit LEADER-Mitteln erneuerte Weiße Brücke über die Havel, eine Flussquerung mit eigener Geschichte, die bis heute genutzt wird. Für eine Tour von Klietz aus ergibt sich damit ein klarer Ablauf: zunächst die Havel entlang bis nach Schollene, dort die Brücke, anschließend die Brauerei als Ziel für eine längere Pause.
Diese Kombination aus Infrastrukturprojekt (Brücke), touristischem Ziel (Brauerei) und der landschaftlichen Verbindung entlang der Havel macht die kurze Strecke zwischen beiden Orten zu einer der konkretesten, am besten mit realen Zielen belegten Routen im gesamten Elb-Havel-Winkel.
Wer mag, kann die Brauerei zudem mit einem Blick auf die weiteren abgeschlossenen LEADER-Projekte der Region verbinden, die zeigen, dass Schollene nicht das einzige Dorf war, das in den vergangenen Jahrzehnten von der Förderung profitierte, sondern Teil eines größeren Musters über den gesamten Elb-Havel-Winkel hinweg.
Die Strecke zwischen beiden Orten in der Praxis
Für eine Tour zwischen Klietz und Schollene sprechen vor allem die kurze Distanz und die durchgehend flache, havelnahe Streckenführung, die auch für weniger geübte Radfahrer oder einen Spaziergang mit Pausen geeignet ist. Wer mehr Zeit einplant, kann die Strecke problemlos mit einem Besuch in der weiteren Region verbinden, etwa in Richtung Havelberg flussabwärts.
Wichtig für die Planung ist vor allem die Jahreszeit: Wie entlang der gesamten Flussaue kann der Weg nach starkem Regen zeitweise feucht sein, bei normalen Bedingungen ist die Strecke jedoch unkompliziert und ohne besondere Vorbereitung zu bewältigen.
Für eine längere Reise lässt sich die Strecke auch in umgekehrter Richtung angehen, mit Schollene als erstem Ziel und Klietz als Ausgangspunkt für den Rückweg, je nachdem, wo die eigene Unterkunft liegt. Beide Reihenfolgen führen über dieselbe kurze, flache Verbindung entlang der Havel und unterscheiden sich für die Praxis kaum voneinander.
Wer mehr als nur diese beiden Dörfer sehen möchte, kann die Tour problemlos erweitern: Flussabwärts erreicht man über kurze Distanz auch die weitere, in der Beschreibung der LEADER-Region dokumentierte Fläche des Elb-Havel-Winkels, mit Havelberg als nächstem größerem Ziel am Zusammenfluss von Havel und Elbe.
Häufig gestellte Fragen
Wie hängen Klietz und Schollene zusammen?
Beide Orte sind mit demselben Gastwirt, Maik Kleinod, verbunden, der in Klietz einen Landgasthof und in Schollene eine Brauerei betreibt.
Was wurde in Klietz mit LEADER-Mitteln gefördert?
Ein Gesundheitszentrum, das zur medizinischen Grundversorgung des Dorfes beiträgt.
Was lässt sich in Schollene besichtigen?
Die Weiße Brücke über die Havel sowie die Event- und Erlebnisbrauerei in einem historischen Gebäude von 1841.
Ist die Strecke zwischen beiden Orten für Einsteiger geeignet?
Ja, die kurze, flache Verbindung entlang der Havel eignet sich auch für wenig geübte Radfahrer.