Agenda für 2019 festgelegt

Der Elb-Havel-Winkel wird auch in diesem Jahr kräftig auf sich aufmerksam machen. „Wir blicken gemeinsam auf jede Menge Höhepunkte und haben dazu die wichtigsten Meilensteine beschlossen“, sagte der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Elb-Havel-Winkel, Bernd Poloski, nach deren Vorstandssitzung am 12. Februar in Havelberg. Zu nennen seien weitere Förderprojekte, eine neue Blogger-Aktion sowie der Gartensommer.

Die erfolgreiche und mit dem Tourismuspreis des Landes ausgezeichnete Blogger-Aktion „Küchenspione im Elb-Havel-Winkel“ wird 2019 eine Fortsetzung finden. „Nachdem wir im vergangenen Jahr die kulinarischen Köstlichkeiten der Region vorgestellt haben, legen wir in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die vielfältigen Freizeitangebote“, sagte LEADER-Manager Björn Gäde, der selbst als Küchenspion unterwegs war. Diese und weitere Aktionen konnten schon jetzt die Zusammenarbeit in der Region sowie zwischen der Hansestadt Havelberg und der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land positiv beeinflussen. „Der Elb-Havel-Winkel wird von außen als Ganzes wahrgenommen, diese Entwicklung wollen wir verstärken“, so Gäde.

Nach dem Erfolg der Bundesgartenschau 2015 wird der Elb-Havel-Winkel außerdem in diesem Jahr wieder Ziel von Gartentouristen sein. „Die Planungen für unsere Veranstaltungsreihe ‚Kunst im Gartensommer‘ laufen auf Hochtouren“, berichtete Poloski. Im Juni werden in der ganzen Region mindestens 25 Veranstaltungen und Aktionen rund um den Garten stattfinden.

Der Schwerpunkt der LAG-Arbeit liegt aber weiterhin auf der Umsetzung des europäischen LEADER-Prozesses in der Region. „Die Mitglieder des Vorstandes haben sich über die endgültige Festlegung der Prioritätenliste für 2019 verständigt“, sagte der Vorsitzende. Die entsprechenden Förderanträge für die beschlossenen Projekte müssen zum 1. März bei den drei Bewilligungsbehörden eingereicht werden. „Wir gehen davon aus, dass acht investive und drei soziale Projekte von der Prioritätenliste gefördert werden können.“, so Poloski. Die Akquise von Mitteln aus der Kulturerberichtlinie für dort vorgesehene Vorhaben gestalte sich hingegen äußerst schwierig. „Dort hoffen wir auf wesentliche Änderungen der Richtlinie durch ein laufendes EU-Projekt zur nachhaltigen Sicherung des kulturellen Erbes, an dem das Land Sachsen-Anhalt beteiligt ist, sagte LEADER-Manager Björn Gäde.“ Die derzeitigen Regelungen seien nicht zielführend.

Zwischen 2016 und 2018 sind im Elb-Havel-Winkel bereits 34 Vorhaben in drei verschiedenen EU-Fonds bewilligt worden. „Damit sind in diesem Zeitraum rund 1,5 Mio. Euro größtenteils EU-Mittel in die Region geflossen“, zog LEADER-Manager Gäde Bilanz. Damit verbunden seien ausgelöste Investitionen in Höhe von 2,4 Mio. Euro bei Kommunen, Vereinen, Privatakteuren und der Wirtschaft. Darunter befindet sich auch die Sanierung der Turnhalle in Klietz, an der zwei EU-Fonds beteiligt sind. Auch die zuletzt schwierige Zusammenarbeit mit dem Landesverwaltungsamt habe sich durch eine neue Bearbeiterin merklich verbessert. „Dadurch konnte der Antragsstau abgearbeitet werden. Für die nächste Förderperiode wünscht sich die Lokale Aktionsgruppe allerdings eine Richtlinie bei nur einer Bewilligungsstelle, um den LEADER-Gedanken wieder unter einem Dach zusammenzuführen“ sagte Gäde abschließend.