LEADER-Projekte 2019: Viele Ideen – aber zu wenig Geld

Für das kommende Förderjahr stehen der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Elb-Havel-Winkel“ nur rund 250.000 Euro aus dem sogenannten ELER-Fonds (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) zur Verfügung. „Das ist viel Geld, aber leider zu wenig für die Umsetzung aller Ideen und Projekte, die an einer Förderung interessiert sind“, resümierte der Vorsitzende der LAG, Bernd Poloski, nach der Vorstandsitzung am 18. September in Klietz. Insgesamt hätten sich 17 Vorhaben um die LEADER-Mittel beworben. „Wie viele es davon wirklich auf die Prioritätenliste für 2019 schaffen werden, entscheidet die Mitgliederversammlung auf ihrer nächsten Sitzung am 23. Oktober“, so Poloski. Projekte, die Mittel aus dem Regionalentwicklungs- und Sozialfonds (EFRE, ESF) beantragen wollen, hätten dabei gute Chancen, da das Budget hierfür ausreichend ist.

Die Entscheidung über die zu fördernden Projekte gestaltete sich aufgrund des geringen Budgets schwierig. „Natürlich möchten wir so viele Vorhaben wie möglich unterstützen, um insbesondere wirtschaftliche Anreizpunkte in unserer Region zu setzen“, sagte Poloski. Allerdings seien aktuell bereits rund 95 Prozent des Budgets der LEADER-Aktionsgruppe gebunden, sodass der Spielraum relativ klein ist. Hinzu komme, dass noch immer zahlreiche Projekte aus diesem sowie dem vergangenen Jahr noch nicht bewilligt worden sind.

Kooperationsprojekte fördern den Tourismus

Dennoch blicken die LEADER-Akteure im Elb-Havel-Winkel positiv in die Zukunft. „Wir freuen uns sehr darüber, dass zwei Kooperationsprojekte, an denen sich die LAG beteiligt, vom Landesverwaltungsamt bewilligt worden sind“, sagte LEADER-Manager Björn Gäde. Es handele sich dabei um die „Knotenbezogene Wegweisung“ zum Ausbau des Radwegenetzes sowie das Projekt „Natur im Garten“. In guter Zusammenarbeit mit den Tourismusverantwortlichen in den Gemeinden können so Vorhaben umgesetzt werden, die den Rad- und Gartentourismus der Region stärken.

Erfreulich und erfolgreich verläuft auch die Bloggeraktion "Küchenspione im Elb-Havel-Winkel", eine Kooperation zwischen der Lokalen Aktionsgruppe, der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land sowie der Hansestadt Havelberg. „Die Imagekampagne macht seit Anfang dieses Jahres auf die Region als kulinarisches Reiseziel aufmerksam und ist für den sachsen-anhaltischen Tourismuspreis „VORREiTER 2018“ nominiert“, informiert Gäde. Jeder kann noch bis zum 27. November unter der Internetadresse www.sachsen-anhalt-tourismus.de/vorreiter-voting/ für die Tourismusaktion abstimmen. Als nächstes wird am 13. Oktober in der Garzer Hafenkante gekocht. Eingeladen zum Mitspionieren sind die Köpfe hinter dem Portal „Ferien am Wasser“